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Goldzertifikate kaufen?
By GoldIndex | Februar 18, 2009
Ist dies der sichere Hafen in der Krise?
Viele Anleger treten bei Hiobsbotschaften und Kurskapriolen an den Börsen die Flucht nach vorne an – und verlagern ihr Kapital in andere Anlageformen. Gold, die traditionelle Ersatzwährung schlechthin, steht daher in der Anlegergunst weit oben.
Anders als für die Aktienmärkte war 2008 für den Goldpreis ein äußerst erfolgreiches Jahr. Gleich zwei magische Grenzen durchbrach der Kurs. Zu Beginn des Jahres wurde das beinahe 28 Jahre währende Allzeithoch von 850 US-Dollar übertroffen. Mitte März, im Zuge der Bear-Stearns-Pleite, notierte Gold erstmals über der 1000-Dollar-Grenze. Immer wenn sich die Bankenkrise weiter zuspitzte, erhielt der Kurs einen neuen Schub. So brachte etwa die Insolvenz von Lehman Brothers dem Goldkurs ein Plus von 13 Prozent, und das in nur zwei Wochen.
Eine bequeme Möglichkeit, um an der Entwicklung des Goldpreises teilzuhaben, sind Zertifikate. Mit ihnen lässt sich in Gold investieren, ohne Barren und Münzen in physischer Form einlagern zu müssen. Und viele von ihnen bieten einen weiteren Vorteil gegenüber dem Direktkauf: eine Währungssicherung. Sie stellt sicher, dass Wechselkursverluste die Kursgewinne des Zertifikats nicht schmälern. Umgekehrt werden Anleger allerdings auch nicht an möglichen Wechselkursgewinnen beteiligt.
Eine Währungssicherung macht bei Goldzertifikaten aus zwei Gründen Sinn. Zum einen wird der Rohstoff an den Weltmärkten in US-Dollar gehandelt, die Zertifikate jedoch in Euro. Ohne eine Sicherung sieht es folgendermaßen aus: Verliert der US-Dollar gegenüber dem Euro, dann sinkt auch der Wert des Zertifikats, ohne dass sich der Goldpreis ändern muss. Andererseits kann das Zertifikat auch an Wert gewinnen, wenn der Dollar anzieht.
Zum anderen stehen Gold und Dollar in einer besonderen Beziehung zueinander. Als Faustregel gilt: Je schwächer der US-Dollar, desto besser steht Gold als Ersatzwährung da. „Diese Regel gilt allerdings nur für die Tendenz und nicht für das Niveau“, gibt Thorsten Proettel, Rohstoffanalyst bei der Landesbank Baden-Württemberg zu bedenken.
Quelle und weitere Infos : Boerste online
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