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Krisenfeste Anlage
By GoldIndex | November 11, 2008
Edelmetall ist wieder schwer gefragt, birgt aber einige Risiken.
Schon in Goethes »Faust« heißt es: »Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles!« Eine Zeit lang schien das Dichterwort der Vergangenheit anzugehören. Doch die Turbulenzen an den Aktienmärkten haben den Goldpreis auf neue Höchststände getrieben. Der Ansturm auf das Edelmetall ist so groß, dass manche Händler kaum noch liefern können.
Renaissance
»Von einem Gramm Gold bis hin zu einer Tonne Silber wird alles gekauft«, berichtet Jörg Schuster von Taurus Investors. Die neue Vorliebe für Goldbarren oder Silbermünzen, die ja eigentlich eine Art primitiver Reliquien aus längst vergessenen Zeiten sind, hat zwei Ursachen: Erstens: Immer mehr private Anleger misstrauen der Sicherheit des Bankensystems. Zweitens: Der ungenierte Zugriff des Staates auf privates Vermögen – egal ob es um Harz IV oder Ärger mit dem
Finanzamt geht – macht Goldbarren und Silbermünzen wieder interessant. Denn während ein privates Bankkonto ohne Gerichtsurteil gepfändet werden kann, ist der Zugriff auf physisches Gold oder Silber, das ja nirgendwo registriert ist, für den Fiskus schwieriger.
KAUFEN ODER NICHT KAUFEN?
Schon zu spät?
Doch sollte man jetzt kaufen? In den Wochen nach Ausbruch der Krise pendelte der Goldkurs heftig – stieg erst auf 900 Euro und sackte dann auf fast 700 Euro ab. Nicht gerade etwas für schwache Nerven. Selbst Rohstoff-Guru Jim Rogers, der in Gold-Fragen als letzte Instanz gilt, zögert mit der Antwort auf die Frage nach dem Goldpreis in einem Jahr. »Ich habe keine Ahnung.«
DER GOLDPREIS HÄNGT AM DOLLARKURS
Goldkäufer müssen beachten, dass Edelmetalle an der Börse in US-Dollar gehandelt werden. Je günstiger die US-Währung, desto teurer wird das Gold.
Deshalb sank auch während der herbstlichen Krise der Goldpreis, weil der Dollar langsam wieder auf die Füße kam. Zwar steigt derzeit der Goldpreis. Wenn aber gleichzeitig der Dollarkurs sinkt, wird der Gewinn geschmälert.
Gold-Zertifikate
Dagegen kann man nichts machen. Es sei denn, man verzichtet auf Barren oder Münzen und kauft stattdessen ein Zertifikat auf den Gold- oder Silberpreis, das gegen Währungsrisiken abgesichert ist. Wer durch den hohen Goldpreis verunsichert ist, kann sein Anlagerisiko verringern, indem er ein Discount- oder Bonus-Zertifikat auf den Gold- oder Silberpreis kauft. Damit kann er nämlich das Risiko eines etwaigen Preisrückgangs für Edelmetalle abfedern. Die Betonung liegt auf »abfedern«. Hundertprozentig kann er damit einen Verlust jedoch auch nicht ausschließen. Zumal Zertifikate – wie sich erstmals bei der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers zeigt – lange nicht so gut abgesichert sind wie andere Anlageformen. In Krisenzeiten sind diese Papiere also nicht unbedingt die beste Wahl.
GOLDFONDS SETZEN AUF MINENAKTIEN
Als dritte Alternative für Edelmetallfans bieten sich Goldfonds an. Hier wird das Anlagerisiko vermindert, indem die Gelder auf mehrere Werte gestreut werden. Goldfonds investieren nicht direkt in Gold, sondern in die Aktien der Minen, in denen das Gold gefördert wird. Bei Minen gibt es jedoch auch immer ein unternehmerisches Risiko. Die Vorkommen können geringer sein als erwartet, die Förderkosten können aus dem Ruder laufen. Darum gelten Goldfonds als risiko-behafteter als direkte Investments in Gold.
Fazit
Wer jetzt Gold oder Silber kauft, wobei Silber aufgrund seiner starken Preisschwankungen etwas riskanter ist, macht sicherlich nichts falsch, wenn er damit einen Teil seines Vermögens gegen Wertverlust absichern und nicht sofort wieder verkaufen will. Langfristig werden die Preise dafür nicht fallen.
Quelle und weitere Informationen –> www.guter-rat.de
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